Archiv für die Kategorie HNO-Arzt

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Frohe Weihnachten

Liebe Patienten,

unsere Praxis ist von Heiligabend an bis zum Dreikönigstag geschlossen. Wir wünschen Ihnen besinnliche Weihnachten und ein paar ruhige und gesunde Feiertage!

Termine können auch während der Feiertage online über unsere Homepage gebucht werden.

Neues Team-Mitglied

Grippe impfen

Grippeschutzimpfung – Impfstoff 2018/2019 jetzt verfügbar

In folgendem Artikel finden Sie alles zur Grippeimpfung/Grippeschutzimpfung.

Nach Angaben des Robert-Koch-Institutes ist der Grippe-Impfstoff für die kommende Grippe-Saison 2018/2019 jetzt verfügbar und liegt in Apotheken und Arztpraxen bereit. Jedes Jahr wird die Zusammensetzung geändert um dem sich ständig ändernden Virus gerecht zu werden.

Die Impfsaison kann also beginnen.

Wer sollte sich gegen die Grippe impfen lassen?

Die STIKO (Ständige Impfkommission) empfiehlt die jährliche Impfung gegen Grippe insbesondere allen Menschen, die bei einer Grippe ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben. Dazu gehören:

  • Chronisch Kranke (Diabetes mellitus, Asthma, Herz-Kreislauf-Erkrankungen)
  • Menschen ab 60 Jahren
  • Menschen mit erhöhter Exposition gegen Grippe-Viren: Medizinisches Personal in Arztpraxen, Pflegeheimen oder Krankenhäusern
  • Schwangere (beim Grippe-Impfstoff handelt es sich um einen Totimpfstoff)

Auch Kinder können geimpft werden, die meisten Impfstoffe sind ab 6 Monaten zugelassen. Für Kinder zwischen 2 und 17 Jahren gibt es darüber hinaus einen (Lebend-)Impfstoff, der als Nasentropfen in die Nase gegeben werden kann. Es ist also eine Impfung gegen die Grippe ohne Spitze möglich. Bei Erwachsenen wirkt die Impfung durch die Nase nicht ausreichend.

Wann ist der beste Zeitpunkt für die Grippeimpfung?

Die ersten Grippe-Fälle treten bereits im Dezember auf. Fachleute empfehlen die Schutzimpfung daher vorzugsweise im Oktober oder November. Denn nach der Impfung braucht der Körper bis zu 14 Tagen Zeit, um einen ausreichenden Schutz vor einer Ansteckung mit Grippeviren aufzubauen.

Kann man trotz Influenza-Impfung eine Virus-Grippe bekommen?

Die Impfung kann leider nicht zu 100 Prozent vor einer Erkrankung durch das Grippe-Virus schützen. Das liegt zum einen daran, dass manchmal die Voraussage für den Impfstoff nicht ganz zutreffend war und der Impfstoff deshalb gegen die zirkulierenden Viren nicht richtig schützt. Ein anderer Grund kann sein, dass man kurz vor oder nach einer Grippeimpfung erkrankt und deshalb der Immunschutz noch nicht ausreichend aufgebaut ist (siehe oben bei Zeitpunkt).

Wichtig ist die Abgrenzung der echten Virus-Grippe, gegen die man impfen kann, von der Erkältung (sog. grippaler Infekt). Vor letzterer schützt die Grippeimpfung nicht, da es sich hier um ganz andere Viren handelt (z.B. Rhinovirus, Adenovirus…). Auch schützt eine Grippeimpfung nicht vor Infekten, die durch Bakterien verursacht sind (z.B. Streptokokken-Angina, eitrige Nebenhöhlenentzündung, eitrige Mittelohrentzündung). Im Artikel “Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Grippe und Erkältung” finden Sie weitere Information über die beiden Erkrankungen.

Wo kann man sich impfen lassen?

Prinzipiell kann die Grippeschutzimpfung durch jede Ärztin und jeden Arzt durchgeführt werden. Auch unsere HNO-Praxis führt die Impfung durch. Es muss nur eine Injektion verabreicht werden.

Wissenswertes zur Zusammensetzung des Impfstoffes 2018/2019

Die Informationen stammen von der Homepage des Paul-Ehrlich-Institutes (PEI).

Gemäß der Empfehlungen der WHO und des Ausschusses für Humanarzneimittel (CHMP) bei der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) setzt sich der Influenzaimpfstoff für die Saison 2018/2019 aus den Antigenen weltweit zirkulierender Varianten folgender Viren zusammen:

  • A/Michigan/45/2015 (H1N1) pdm09- ähnlicher Stamm
  • A/Singapore/INFIMH-16-0019/2016 (H3N2)- ähnlicher Stamm
  • B/Colorado/06/2017- ähnlicher Stamm (B/Victoria/2/87-Linie)
  •  B/Phuket/3073/2013 – ähnlicher Stamm (B/Yamagata/16/88-Linie) (Vierfachimpfstoff)

Die Buchstaben (A, B) bezeichnen die Virustypen, der Ortsname bezieht sich auf den Ort der Virusisolierung; die erste Ziffer gibt die Nummer des jeweils isolierten Stamms an, die zweite bezieht sich auf das Jahr der Isolierung. Mit den Buchstaben H und N werden die beiden wichtigsten Proteine der Virushülle Hämagglutinin und Neuraminidase abgekürzt, die nachfolgende Ziffer bezeichnet den aktuellen Hämagglutinin- bzw. Neuraminidase-Subtyp.

Quellen: Ständige Impfkommission, Paul-Ehrlich-Institut, Robert-Koch-Institut, Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

Pollenflug 2018

Pollenflug dieses Jahr besonders heftig!

Pollenmastjahr 2018

Das Pollenjahr 2018 hat diesmal besonders heftig begonnen. Nach dem besonders langen Winter und danach raschem Temperaturanstieg kam es zu einem plötzlichen Ausschlagen der Bäume nach Ostern; da mehrere Bäume gleichzeitig blühten begannen die Beschwerden unerwartet heftig. Noch dazu fiel wenig Regen, die Sonne sorgte für Trockenheit und es blies ständig ein Lüftchen.

Die Pollenbelastung dieses Jahr liegt jedoch nicht allein am Klima, sondern unter anderem daran, dass es sich dieses Jahr um ein sog. Mastjahr handelt. Mastjahre sind Jahre, in denen die Bäume eines größeren Gebietes besonders viele Pollen produzieren. Diese Jahre treten in unregelmäßigen Abständen auf, aber typischerweise dann, wenn es pollentechnisch im Vorjahr eher ruhiger zuging. Birken setzen in der Regel alle zwei Jahre mehr Pollen frei als üblich. Die gute Nachricht: die Bildung von Blüten und damit der Pollen ist für die Bäume ziemlich anstrengend. Deshalb versuchen sich die Birken nach einem besonders üppigen Jahr zu erholen und bilden im Folgejahr weniger Blüten, dafür mehr Blätter. Allergiker können also 2019 zumindest teilweise aufatmen.

Experten der Europäischen Stiftung für Allergieforschung prognostizierten, dass  2018 eine solche höhere Konzentration der aggressiven Birkenpollen geben wird, was sich nach den letzten Wochen bestätigt hat.

Was kann ich tun wenn ich erstmals allergische Beschwerden habe?

Wenn Sie dieses Jahr also erstmals unter allergischen Beschwerden leiden bzw. litten empfiehlt sich der Gang zum Allergie-Spezialisten. Der Allergologe (separate Zusatzbezeichnung zum Facharzt für HNO-Heilkunde, Kinderheilkunde, Pulmologe oder Dermatologe) untersucht Ihre Schleimhäute auf eine allergische Entzündung, macht Allergietests (klassischer Hauttest und ggf. Bluttest sowie ergänzende Untersuchungen) und berät Sie bei bestätigter Allergie-Diagnose ausführlich.

Hierzu gehört eine Aufklärung über symptomatische und kurative Behandlungsmöglichkeiten (Hyposensibilisierung), Tipps zur Medikamenteneinnahme und Ratschlägen, was Sie selbst tun können um möglichst gut durch die Pollenzeit zu kommen.

Weitere Informationen zur Diagnostik und Therapie einer Allergie finden Sie auch hier Allergologie in der HNO-Praxis Dr. Weinzierl oder unseren Beiträgen:

 

Bildnachweis: ©Imago/Blickwinkel

Wir bilden aus!

AZUBI Herbst 2018 gesucht!
Bewirb Dich jetzt als Auszubildende/r zur/m Medizinischen Fachangestellten ab dem neuen Lehrjahr.

Hören, riechen, schmecken – in der Ausbildung zum/zur MfA im Fachgebiet HNO beschäftigst du Dich mit Sinneswahrnehmungen und Funktionen, die mit Hals, Nase und Ohren zusammenhängen. Du lernst in diesem Ausbildungsberuf HNO-Ärzten in Kliniken und Praxen zu assistieren, indem Du das Hör-, Geruchs- und Geschmacksvermögen sowie den Gleichgewichtssinn von Patienten überprüfst, Allergieteste durchführst und Patienten während ihres Aufenthalts in der Praxis betreust.

Dich erwartet ein spannendes medizinisches Fachgebiet, welches sich vor allem mit Atemwegserkrankungen, Allergien, Hör- und Gleichgewichtsstörungen und Geruchs- und Geschmacksstörungen bei großen und kleinen Patienten beschäftigt.
Und natürlich ein motiviertes und freundliches Team, das Spaß an der Arbeit hat, sowie einer Chefin, die ihre Ausbildungsverantwortung ernst nimmt.

Was wir von Dir erwarten:
Du hast einen erfolgreichen Hauptschulabschluss mit “3” oder die Mittlere Reife?
Du besitzt eine gute Ausdrucksfähigkeit in deutscher Sprache und bist sicher in Rechtschreibung und Grammatik?
Du verfügen über ein freundliches, gepflegtes Auftreten sowie gute Umgangsformen?
Du arbeitest gerne mit Menschen, besitzt Einfühlungsvermögen, Verantwortungsbewusstsein und Engagement?

Dann schick Deine Bewerbung bitte schnell mit Bild per Email an praxis@hals-nase-ohren.com. Wir freuen uns auf Deine Zuschrift!

Deine HNO-Praxis Dr. Weinzierl in Nürnberg Mögeldorf

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Kopf-Hals-Tumore – warum Aufklärung so wichtig ist

Gestern hat europaweit die 5. Aktionswoche zur Aufklärung über Kopf-Hals-Krebs der European Head and Neck Society (EHNS) begonnen. Zu den Krebsarten im Kopf-Hals-Bereich zählen Tumoren der Mandeln, der Zunge, des Rachens, des Kehlkopfes, des Mundes, der Nase, der Nebenhöhlen und der Halsweichteile.

Was ist das “Neue” bei Kopf-Hals-Krebserkrankungen?

Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren werden immer jünger. Waren früher meist nur männliche Patienten mit einer entsprechenden Vorgeschichte (jahrelanger verstärkter Konsum von Alkohol und Zigaretten) betroffen, so erkranken nun immer häufiger Frauen und Patienten, die noch nie geraucht haben, nur maßvoll Alkohol trinken und sich gesund ernähren.

Ein Beispiel ist hier das Porträt einer Betroffenen, Frau Anke Steinbacher. Ihre Geschichte ist als Film auf der Informations-Seite der EHNS eindrucksvoll dargestellt. Diese Seite informiert sehr gut über Fakten zu diesen Tumoren, Risikofaktoren, Symptome und Behandlungsmaßnahmen.

Darüber hinaus wird der Zusammenhang zum Humanen-Papillom-Virus (HPV) erläutert, was das verstärkte Auftreten von Kopf-Hals-Tumoren bei Jüngeren ohne typische Risikofaktoren erklärt.

Es können ausserdem umfangreiche und anschauliche Flyer heruntergeladen werden:
“Kopf-Hals-Tumoren verstehen”
“Das Humane Papilloma Virus verstehen”

Welche Vorsorge kann ich betreiben?

Derzeit gibt es noch keine spezifische Vorsorge-Untersuchung auf HPV-assoziierte Kopf-Hals-Krebserkrankungen, wie es beim Gebärmutterhalskrebs durch eine Abstrichuntersuchung möglich ist.

Es bleibt bisher nur die Blickdiagnose durch den HNO-Arzt (Kieferchirurgen oder Zahnarzt), weshalb Sie sich bei Symptomen zeitig an einen entsprechenden Facharzt wenden sollten.

Entsprechend der “1 für 3”-Definition (der Europäischen Kopf-Hals-Gesellschaft, MAKESENSECAMPAIGN) sollten sich Patienten zu einem Facharzt für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde oder Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie überweisen lassen, wenn über einen Zeitraum von 3 Wochen eines der folgenden Symptome besteht:

  • Halsschmerzen
  • Wunden im Mund oder der Zunge, rote und/oder weiße Flecken im Mund
  • Hartnäckige Heiserkeit
  • Schmerzhaftes oder erschwertes Schlucken
  • Einseitig verstopfte Nase und/oder blutige Absonderungen
  • Fremdkörpergefühl im Rachen oder Hals
  • Ohrenschmerzen

Wir bieten kurzfristige Termine zur Abklärung verdächtiger Beschwerden.

Ihre HNO-Praxis Dr. Weinzierl, Nürnberg Mögeldorf

Weitere Informationen finden Sie auf www.kopf-hals-krebs.de und www.ehns.org.

Bericht im Frankenfernsehen

HNO-Ärztin im Praxiseingangsbereich

Unser Team braucht Verstärkung

Wir suchen zur Verstärkung unseres Teams ab sofort eine/n nette/n und engagierte/n Mitarbeiter/-in in Teilzeit. HNO-Erfahrung wäre toll, ist aber nicht Grundvoraussetzung für Ihre Mitarbeit bei uns.

Zu den Tätigkeiten in unserer Praxis gehört

  • die Aufnahme von Patienten
  • telefonische Vereinbarung von Terminen und Beantwortung von telefonischen Anfragen
  • Hör- und Gleichgewichtstests
  • Allergie-Tests
  • Geruch- und Geschmacks-Tests
  • Durchführen von Infusionsbehandlungen

Wenn Sie sich angesprochen fühlen würden wir uns freuen, wenn Sie uns Ihre schriftliche Bewerbung mit Foto an folgende Adresse senden:

HNO-Praxis Dr. Weinzierl
Laufamholzstraße 57
90482 Nürnberg
Tel: 0911/540 88 3 55

Fragen beantwortet Ihnen Frau Kagerer auch gerne vorab telefonisch.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

Pollenflug Nürnberg hat begonnen

Startschuss Pollensaison 2017

Der Pollenflug für Frühblüher hat begonnen!

Gerade plagt man sich noch mit einer heftigen Erkältung herum, da droht den Atemwegen schon wieder neues Ungemach: für Millionen Pollenallergiker beginnt bereits jetzt die härteste Zeit des Jahres. Denn der ungewöhnlich warme Winter und die vergangen warmen Tage lassen die Bäume ausschlagen – die ersten Hasel und Erlenpollen sind im Raum Nürnberg unterwegs.

Was kann man tun?

Allergiemedikamente

Betroffene sollten frühzeitig mit der sog. symptomatischen Therapie beginnen, d.h. bei bereits geringen Beschwerden antiallergische Medikamente einnehmen. Hierzu gehört auch die Anwendung von bestimmten Nasensprays und Augentropfen. Viele dieser Medikamente erhalten Sie rezeptfrei in der Apotheke. Sollten die Beschwerden durch die rezeptfreien Medikamente jedoch nicht ausreichend zu lindern sein oder zu Nebenwirkungen wie Müdigkeit führen sollten Sie einen HNO-Arzt aufsuchen. Dieser sollte idealerweise mit der Spezialisierung Allergologie besitzen. Wir stellen Ihnen je nach Beschwerdebild moderne Allergiemedikamente in Tabletten-, Tropfen oder -Sprayform zusammen und erklären Ihnen die Anwendung der Präparate genau.

Akupunktur

Des Weiteren haben wir sehr gute Erfahrungen mit der Akupunktur gemacht. Viele Patienten kommen so deutlich leichter über die schlimmen Wochen des Pollenfluges. Idealerweise sollte eine Akupunkturserie VOR Beginn des Pollenflug begonnen werden. Aber auch während des Pollenfluges können die feinen Nadeln die akuten Allergiebeschwerden lindern und den Verbrauch an antiallergischen Medikamenten reduzieren. Akupunktur ist für allem dann eine gute Alternative zur Schulmedizin, wenn Patienten trotz moderner Medikamente nicht mit Nebenwirkungen zurecht kommen oder eine Immuntherapie (Hyposensibilisierung, s.u.) nicht möglich ist. Aktuelle Daten (Übersichtsstudie von Feng et al 2015) zur Wirksamkeit bei allergischer Rhinitis finden Sie hier.

Hyposensibilisierung

Um die allergischen Beschwerden langfristig zu lindern und vor allem eine Ausbreitung in die tiefen Atemwege (Asthma) zu verhindern gibt es nur einen Weg: die Hyposensibilisierung.

In den vergangenen Jahren hat sich hier viel getan: die Hyposensibilisierung

  • ist auch wirksam, wenn sie in Tropfen- oder Tablettenform angewendet wird (sog. sublinguale Immuntherapie)
  • ist sehr sicher, moderne Präparate führen nur noch selten zu Nebenwirkungen
  • kann auch präsaisonal durchgeführt werden, d.h. nur während weniger Termine vor Beginn des Pollenfluges und nicht mehr durchweg über das ganze Jahr
  • führt mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zu einer Beschwerdebesserung, denn wir wenden nur Präparate an, die in großen Studien einen Wirksamkeitsnachweis erbracht haben (siehe auch aktuelle Leitlinie Hyposensibilisierung)
  • kann als einzige Therapie den sog. Etagenwechsel, also das Abstiegen in die tiefen Atemwege, also ein Asthma verhindern.
  • bremst das Immunsystem, dass sich zu einer Pollenallergie im Verlauf nicht noch weitere Allergien hinzugesellen, wie zB eine Tierhaarallergie, Hausstaubmilbenallergie oder Schimmelpilzallergie

Auf den folgenden Seiten habe ich Ihnen weitere Informationen zur Immuntherapie / Hyposensibilisierung zusammengestellt:

Was noch hilft?

Ein komplettes Meiden der Pollenallergene ist naturgemäß nicht möglich. Es gibt aber zahlreiche Möglichkeiten die Pollen von den Schleimhäuten möglichst fernzuhalten. Wir verraten Ihnen Tipps und Tricks!

Hierzu und zu allen oben genannten Therapien beraten wir Sie gerne in unserer HNO-Praxis mit Spezialisierung Allergologie in Nürnberg Mögeldorf.

Grippe oder Erkältung? Was ist Unterschied?

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einer Erkältung und der echten (Virus)-Grippe?

Die Nase läuft, der Kopf brummt, die Glieder schmerzen… Solche Symptome kennt einjeder während der Wintermonate. Aber steckt nun eine echte Grippe, sog. Influenza, oder eine harmlose Erkältung dahinter?

Grippe-Symptome

Die Grippe ist eine hochansteckende, schwere Infektion. Sie tritt urplötzlich auf und ist fast immer mit hohem Fieber (bis 41°C) verbunden. Diese beiden Kriterien sind die Hauptunterscheidungsmerkmale zwischen der Grippe und dem harmlosen grippalen Infekt. Daneben findet sich eine ausgeprägte Abgeschlagenheit und ein trockener Husten. Auch Lichtscheu, Geräuschempfindlichkeit und Augenschmerzen können vorkommen. Ein Schnupfen ist in der Regel nicht dabei, tritt aber beim grippalen Infekt fast immer mit auf. Auch nur leicht erhöhte Temperatur (bis max 38,5°C) spricht gegen die Influenza und für eine banale Erkältung.
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Die Erkrankungsdauer beträgt je nach Virustyp und Abwehrlage des Patienten zwischen 7 und 14 Tagen. In der Regel kommt es zu einem kompletten Ausheilen der Erkrankung. Oft leiden die Patienten aber noch Wochen an einem quälenden Reizhusten und allgemeiner Leistungsschwäche und Abgeschlagenheit. Komplikationen kommen insbesondere bei Patienten mit chronischen Vorerkrankungen (Atemwege, Herz, Nieren, Diabetes) vor und können einen fatalen Verlauf, sogar mit Todesfolge nehmen.

Diagnose

Die Diagnose Influenza wird in der Regel klinisch gestellt. Blutuntersuchungen und der direkte Virusnachweis aus der Nasenschleimhaut würden zu lange dauern, da im Falle der echten Grippe der Behandlungsbeginn unverzüglich beginnen muss (s.u.). In unklaren Fällen kann daher ein Influenza-Schnelltest zur Diagnose führen. Hierbei werden Virus-Antigene aus dem Nasen-/Rachensekret (Abstrich) nachgewiesen. Das Ergebnis liegt innerhalb von 15 Minuten vor. Leider liefert die Untersuchung in bis zu 35% fehlerhafte Ergebnisse, weshalb die klinische Symptomatik bei der Diagnosestellung wegweisend ist.

Behandlung

Die Influenza gehört in ärztliche Behandlung. Insbesondere Patienten mit chronischen Grunderkrankungen (s.o.) sollten behandelt werden. Grippe-Medikamente (sog. Neuraminidase-Hemmer) müssen jedoch möglichst rasch nach Erkrankungsbeginn angewendet werden, bereits 48 Stunden später ist der Einsatz nutzlos. Sie verkürzen die Krankheitsdauer und reduzieren die Symptome sowie das Risiko an einer Sekundär-Infektion durch Bakterien zu erkranken.

Ansonsten werden die Begleitsymptome behandelt. Da Fieber den Kampf gegen die Viren unterstützt sollten Fiebersenker (Paracetamol, ASS und Ibuprofen) nur bei hohem Fieber über 39°C zum Einsatz kommen. Sekundärinfektionen durch Bakterien werden mit Antibiotika behandelt. Die Influenza-Erkrankung ist kräftezehrend, daher schlafen Sie ohnehin viel und sollten das auch tun. Daneben ist es wichtig viel zu trinken.

Grippeerkrankte sind gesundheitlich stark angeschlagen und darüber hinaus auch stark gefährdet, da das geschwächte Immunsystem anfällig ist für lebensgefährliche bakterielle Superinfektionen wie die Lungenentzündung. Sie sind daher nicht arbeits- oder schulfähig. Da die Erkrankung hochansteckend ist sollten die Erkrankten auch aus diesem Grunde zu Hause bleiben.

Impfung gegen Grippe

Der wirksamste Schutz gegen eine Erkrankung ist die Grippe-Schutzimpfung. Da sich die Influenza-Viren von Jahr zu Jahr stark verändern muss vor jeder Wintersaison neu geimpft werden. Die Stiko (ständige Impfkommission) rät, dass sich Patienten impfen lassen, die
– älter als 60 Jahre sind
– an chronischen Erkrankungen leiden (Diabetes, Erkrankungen der Atemwege und des Herzens, Nierenerkrankungen)
– immungeschwächt sind
– Schwangere
– Personen, die als mögliche Infektionsquelle für von ihnen betreute ungeimpfte Risikopersonen fungieren können
– beruflich besonders exponiert sind (medizinisches Personal, Kindergärtner/innen, Busfahrer…).

Daneben steht die Impfung allen Menschen offen, die einen Schutz wünschen. Schwere Erkrankungsverläufe sind auch bei Säuglingen und Kleinkindern (Pseudokrupp, bakterielle Sekundärinfektionen wie Lungen- und Mittelohrentzündung) bekannt. Da sich das Influenza-Virus schnell in Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen, Kindergärten und Krippen/Kitas ausbreiten kann die Impfung auch gesunden Kindern empfohlen werden.
Seit 2012 gibt es auch die Möglichkeit Kinder ab 2 Jahren gegen die Grippe auch ohne Spritze zu impfen – der Impfstoff kann als Nasenspray verabreicht werden.

Nach zwei Wochen besteht der Schutz weitgehend. Kinder, die noch nie gegen Grippe geimpft wurden, bedürfen nach vier Wochen eine Auffrischung, wenn sie mit dem Nasenspray-Impfstoff behandelt wurden. Der ideale Zeitpunkt für die Impfung ist im Oktober/November.

Wie kann ich sonst noch vorbeugen?

Ansonsten gilt das Gleiche was auch bei der Verhinderung von grippalen Infekten beachtet werden sollte. Hier habe ich meine persönlichen Tipps gegen Erkältung zusammengefasst.

Bericht über aktuelle Erkrankungsfälle in Bayern (Arbeitsgemeinschaft Influenza des RKI).