Ein Schnupfen geht schnell vorbei. Viele Menschen haben allerdings eine chronisch verstopfte Nase und können deshalb nicht frei durchatmen. Die Ursache ist oft eine durch trockene oder stark mit Pollen, Hausstaub oder Feinstaub belastete Umgebungsluft gereizte Nasenschleimhaut. Hierdurch vergrößern sich die Nasenschwellkörper (sog. Nasenmuscheln) und behindern den sonst ungehinderten Luftfluss durch die Nase. Betroffene Patienten beklagen vor allem Schnarchen, nächtliche Zunahme der behinderten Nasenatmung, eingeschränkter Geruchssinn, Kopfschmerzen und häufige Erkältungen oder sind nasensprayabhängig.

Medikamentöse Maßnahmen zuerst!

In der Regel werden zunächst lokale, medikamentöse Maßnahmen eingeleitet. D. h. regelmäßig Spülungen mit laufwarmem Salzwasser (sog. Nasendusche, Anwendungsvideo) oder die Anwendung bestimmter Nasensprays (meist kortisonhaltig) sollten vor jedem Eingriff über einen längeren (!) Zeitraum angewandt werden, also mindestens 6-8 Wochen. Insbesondere bei Nasensprayabhängigkeit muss sich die Nasenschleimhaut erholen können: erst erfolgt die medikamentöse Einleitungsbehandlung für bis zu vier Wochen, erst im Verlauf wird das abschwellende Nasenspray schrittweise abgesetzt. Ist die Entwöhnung erfolgt, sollten die Anwendung des antientzündlichen Sprays und die Spülungen noch eine Zeit angewandt werden um den Therapieerfolg zu sichern und einen Rückfall zu verhindern.

Wichtig ist, dass entzündliche Veränderungen bzw. chronische Reizzustände weitgehend behandelt sind. Hierzu gehört selbstverständlich auch die Behandlung einer Allergie, da allergische Reize zu einem ständigen Entzündungs- und damit Schwellungszustand der Nasenschleimhaut führen können.

Verkleinerung vergrößerter Nasenmuscheln

Lassen sich durch die o.g. Maßnahmen keine oder keine dauerhafte Verbesserung der Nasenatmung erzielen, kann ein kleiner Eingriff in örtlicher Betäubung Linderung bringen. Die Indikation ist dann gegeben, wenn die Nase anatomisch eng ist und hier nicht ein wesentlicher Scheidewand-Schiefstand verantwortlich ist. Auch sollten keine chronische Nebenhöhlenentzündung oder Nasenpolypen ursächlich für die behinderte Nasenatmung sein. Bei der Voruntersuchung zu dieser Behandlungsmaßnahme werden die Bedingungen für einen Nasenmuscheleingriff bzw. dessen Ausschlusskriterien abgeklärt.

Was ist die CELON-Methode?

Bei der schonenden, minimalinvasiven Celon-Methode werden vergrößerte Nasenmuscheln wieder auf ihre ursprüngliche normale Größe gebracht. Die für die Reinigung und Erwärmung der Nasenluft sehr wichtige Nasenschleimhaut bleibt dabei intakt. Mit Radiofrequenzenergie wird bei dieser Methode das vergößerte Nasenmuschelgewebe gezielt verödet (Thermoablation). Im Verlauf kommt es durch körpereigene Abbauprozesse zu einer Schrumpfung des Muschelgewebes – der Patient kann wieder frei durchatmen. Den Erfolg der Behandlung spüren die Patienten meist schon nach wenigen Tagen, die volle Ausprägung ist nach ca. 4-6 Wochen erreicht. Die ambulante Behandlung mit der Celon Methode zeichnet sich durch ihre Schmerzarmut, die geringe Blutungsgefahr (keine Tamponade!) und damit nur geringen peri- und postoperativen Komplikationen aus. Sie erfordert lediglich eine Lokalanästhesie und dauert in der Regel nur wenige Minuten.  Der Patient kann unmittelbar nach der Behandlung die Praxis  wieder verlassen und beispielsweise wieder zur Arbeit gehen. Ein Klinik-Aufenthalt ist nicht erforderlich.

Wichtig ist, dass nach dem Eingriff Reizfaktoren, die zu einem Wiederanschwellen der Nasenmuscheln und der Nasenschleimhäute führen, weitgehend ausgeschaltet werden. Allergiker sollten die Allergie konsequent symptomatisch oder kausal behandeln lassen (Hyposensibilisierung), frühere Nasensprayabhängige sollten nicht vorschnell wieder zum abschwellenden Nasenspray greifen, sondern zu weniger schleimhautschädigenden Maßnahmen greifen (s.o.).

Wir beraten Sie in unserer HNO-Praxis in Nürnberg Mögeldorf sehr gerne, ob die Radiofrequenzbehandlung der Nasenmuscheln mit der Celon-Methode Ihre Beschwerden lindern kann.

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.schnarchportal.de.