Grippe impfen

Grippeschutzimpfung – Impfstoff 2017/2018 verfügbar

In folgendem Artikel finden Sie alles zur Grippeimpfung/Grippeschutzimpfung.

Nach Angaben des Robert-Koch-Institutes ist der Grippe-Impfstoff für die kommende Grippe-Saison 2017 / 2018 jetzt verfügbar und liegt in Apotheken und Arztpraxen bereit. Jedes Jahr wird die Zusammensetzung geändert um dem sich ständig ändernden Virus gerecht zu werden.

Die Impfsaison kann also beginnen.

Wer sollte sich gegen die Grippe impfen lassen?

Die STIKO (Ständige Impfkommission) empfiehlt die jährliche Impfung gegen Grippe insbesondere allen Menschen, die bei einer Grippe ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben. Dazu gehören:

  • Chronisch Kranke (Diabetes mellitus, Asthma, Herz-Kreislauf-Erkrankungen)
  • Menschen ab 60 Jahren
  • Menschen mit erhöhter Exposition gegen Grippe-Viren: Medizinisches Personal in Arztpraxen, Pflegeheimen oder Krankenhäusern
  • Schwangere (beim Grippe-Impfstoff handelt es sich um einen Totimpfstoff)

Auch Kinder können geimpft werden: für Kinder zwischen 2 und 17 Jahren gibt es einen (Lebend-)Impfstoff, der als Nasentropfen in die Nase gegeben werden kann. Es ist also eine Impfung gegen die Grippe ohne Spitze möglich. Bei Erwachsenen wirkt die Impfung durch die Nase nicht ausreichend.

Wann ist der beste Zeitpunkt für die Grippeimpfung?

Die ersten Grippe-Fälle treten bereits im Dezember auf. Fachleute empfehlen die Schutzimpfung daher vorzugsweise im Oktober oder November. Denn nach der Impfung braucht der Körper bis zu 14 Tagen Zeit, um einen ausreichenden Schutz vor einer Ansteckung mit Grippeviren aufzubauen.

Kann man trotz Influenza-Impfung eine Virus-Grippe bekommen?

Die Impfung kann leider nicht zu 100 Prozent vor einer Erkrankung durch das Grippe-Virus schützen. Das liegt zum einen daran, dass manchmal die Voraussage für den Impfstoff nicht ganz zutreffend war und der Impfstoff deshalb gegen die zirkulierenden Viren nicht richtig schützt. Ein anderer Grund kann sein, dass man kurz vor oder nach einer Grippeimpfung erkrankt und deshalb der Immunschutz noch nicht ausreichend aufgebaut ist (siehe oben bei Zeitpunkt).

Wichtig ist die Abgrenzung der echten Virus-Grippe, gegen die man impfen kann, von der Erkältung (sog. grippaler Infekt). Vor letzterer schützt die Grippeimpfung nicht, da es sich hier um ganz andere Viren handelt (z.B. Rhinovirus, Adenovirus…). Auch schützt eine Grippeimpfung nicht vor Infekten, die durch Bakterien verursacht sind (z.B. Streptokokken-Angina, eitrige Nebenhöhlenentzündung, eitrige Mittelohrentzündung). Im Artikel „Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Grippe und Erkältung“ finden Sie weitere Information über die beiden Erkrankungen.

Wo kann man sich impfen lassen?

Prinzipiell kann die Grippeschutzimpfung durch jede Ärztin und jeden Arzt durchgeführt werden. Auch unsere HNO-Praxis führt die Impfung durch. Es muss nur eine Injektion verabreicht werden.

Wissenswertes zur Zusammensetzung des Impfstoffes 2017/2018

Die Informationen stammen von der Homepage des Paul-Ehrlich-Institutes (PEI).

Gemäß der Empfehlungen der WHO und des Ausschusses für Humanarzneimittel (CHMP) bei der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) setzt sich der Influenzaimpfstoff für die Saison 2017/2018 aus den Antigenen weltweit zirkulierender Varianten folgender Viren zusammen:

  • A/Michigan/45/2015 (H1N1) pdm09- ähnlicher Stamm
  • A/Hong Kong/4801/2014 (H3N2)- ähnlicher Stamm
  • B/Brisbane/60/2008- ähnlicher Stamm
  • B/Phuket/3073/2013 – ähnlicher Stamm (Vierfach-Impfstoff)

Die Buchstaben (A, B) bezeichnen die Virustypen, der Ortsname bezieht sich auf den Ort der Virusisolierung; die erste Ziffer gibt die Nummer des jeweils isolierten Stamms an, die zweite bezieht sich auf das Jahr der Isolierung. Mit den Buchstaben H und N werden die beiden wichtigsten Proteine der Virushülle Hämagglutinin und Neuraminidase abgekürzt, die nachfolgende Ziffer bezeichnet den aktuellen Hämagglutinin- bzw. Neuraminidase-Subtyp.

Quellen: Ständige Impfkommission, Paul-Ehrlich-Institut, Robert-Koch-Institut, Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)