coronavirus

Aktuelles zum Corona-Virus

Liebe Patienten,

Wir möchten sicherstellen, dass unsere Patienten (insbesondere ältere Patienten mit Vorerkrankungen) in unserer HNO-Praxis optimal geschützt sind. Darüber hinaus müssen wir verhindern, dass der Praxisbetrieb und damit die Patientenversorgung gefährdet werden.

Was wir für Ihre Sicherheit in der Praxis tun:

Aufschiebbare Untersuchungen (Allergieteste, Hörteste, Hörgerätekontrollen, Untersuchungen bei nicht-akutem Schwindel) sollten aufgrund der aktuellen Lage nicht stattfinden und werden bis auf weiteres aufgeschoben. Wir halten unsere Ressourcen offen für Patienten mit akuten Beschwerden, wie z.B. Ohrenschmerzen, akutem Schwindel und akuten Hörstörungen.

Um ein suffizientes Terminmanagement aufrecht zu erhalten und damit Wartezeiten im Wartezimmer weitgehend zu vermeiden bitten wir um vorherige telefonische Terminvereinbarung und pünktliches Erscheinen am Termin um Wartezeiten für Sie und andere Patienten zu vermeiden!!

Wir haben ausreichend Warte-/Sitzmöglichkeiten um eine räumliche Distanz zwischen den Patienten unserer Praxis zu gewährleisten. Das Kinderwartezimmer befindet sich separat zu den Wartemöglichkeiten erwachsener Patienten. Patienten mit Vorerkrankungen können wir einzeln setzen. Bitte kommen Sie aus diesem Grund alleine (!), d.h. ohne Angehörige oder Geschwisterkinder zum Termin.

Es finden sich ausreichend Händedesinfektionsmöglichkeiten. Bitte desinfizieren Sie Ihre Hände am Spender im Eingangsbereich beim Betreten der Praxis.

Bei HNO-Untersuchungen kommt man sich sehr nahe. Die Untersuchung von Hals, Nase und Ohren wird daher ab sofort in kompletter Schutzkleidung (Maske, Einwegkittel, Handschuhen, Visir, Kopfhaube) durchgeführt.

Peinlichste Hygiene ist selbstverständlich eine unserer Prioritäten! Wir desinfizieren regelmäßig und mehrfach täglich sämtliche Kontaktflächen mit viruziden Desinfektionsmitteln (nach RKI-Viruzidie-Liste). Instrumente werden mit höher konzentrierten Desinfektionslösungen, als es nach RKI gefordert wird, desinfiziert.

Wir sorgen für intensive Lüftung unserer Praxisräume, insbesondere des Behandlungsraumes nach jedem Patienten.

Getränke und Lesestoff mussten wir aufgrund der hierdurch möglichen Weitergabe von Viren vorübergehend aus dem Wartezimmer entfernen.


Möchten Sie unsere Praxis wegen Atemwegsbeschwerden konsultieren bitten wir darüber hinaus um folgendes Vorgehen (siehe auch Praxisaushang Coronavirus):

Leichte Beschwerden im Rahmen eines Atemwegsinfektes

Bei leichten Atemwegsbeschwerden (leichter Husten, Schnupfen, leicht erhöhter Temperatur) bleiben Sie zu Hause und kurieren sich aus und reduzieren Sie Ihre Sozialkontakte auf ein Minimum. Selbstverständlich bieten wir eine telefonische Beratung bzw. ggf. Hausbesuche an, damit Sie schnell wieder genesen!

Bei zunehmenden Beschwerden, Verdacht auf eine bakterielle Superinfektion z.B. grün-grauen Sekretabsonderungen aus den Nebenhöhlen, plötzlich auftretendem Geruchs- und Geschmacksverlust oder unklaren Beschwerden nehmen Sie bitte zuerst TELEFONISCH Kontakt zu uns auf (0911-54088355), schicken uns eine Email (praxis (at) hals-nase-ohren.com) oder ein Fax (0911-54088356) mit Bitte um Kontaktaufnahme. Wir melden uns dann umgehend zurück. Von unangemeldeten Besuchen ohne vorherige Terminvereinbarung bitten wir Sie aus gegebenem Anlass abzusehen, vielen Dank!

Bei begründetem Verdacht auf Coronavirus-Infektion

Hatten Sie innerhalb von vierzehn Tagen vor Beginn Ihrer Beschwerden Kontakt zu einem bestätigten CoVid-19-Infizierten oder kommen aus einem RKI-Risikogebiet zurück (ständig aktuelle Übersicht der Risikogebiete -> Homepage des Robert-Koch-Institutes) bitten wir Sie bei leichten Atemwegsbeschwerden den Ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117 oder den privatärztlichen Akutdienst unter 01805 304 505 anzurufen.

Bei stärkeren Beschwerden (mit Atemnot) erreichen Sie die Notaufnahme des Klinikum Nürnberg Nord unter der Telefonnummer 0911-3980.

Die Testkriterien wurden durch das RKI (Stand 24.03.2020) erneut geändert: demnach sollen sich nur Patienten testen lassen, die symptomatisch sind und

  • Kontakt zu einer infizierten Person in den vergangenen 14 Tagen hatten
  • zu einer Risikogruppe gehören (> 60 Jahre, Immunsuppression, sich in onkologischer Behandlung befinden)
  • in Pflegeeinrichtung, Arztpraxis oder Krankenhaus beschäftigt sind
  • Hinweisen auf eine virale Lungenentzündung (ärztliche Diagnose)

—> D.h. Patienten mit möglichem Kontakt zu einem Corona-Infizierten, aber ohne Vorhandensein von typischen Beschwerden, sollten sich nicht testen lassen, damit die ohnehin begrenzte Testkapazitäten nicht erschöpfen!

Weitere Kontaktstellen sind:

  • Bürgertelefon der Stadt Nürnberg zum Coronavirus: 09 11 / 2 31 – 10 666 (Mo-Fr: 8.30 -16 Uhr, jetzt auch Sa/So 8.30-16.00)
  • Bundesweites Bürgertelefon zum Coronavirus: 030 346 465 100 (Mo-Do: 8 – 18 Uhr, Fr 8 – 12 Uhr)
  • Hier finden Sie den aktuellen Situationsbericht des Robert-Koch-Institutes zu CoVID-19 / Coronavirus SARS-CoV-2 in Deutschland.

Generelle Empfehlungen

  • Händehygiene – Wichtigkeit ist hinlänglich bekannt. Um Kinder für das Thema zu sensibilisieren empfehle ich die Sendung mit der Maus zum Thema Händewaschen
  • Nase, Mund und Augen möglichst nicht mit den Händen berühren
  • Nasendusche – Erkältungs-Viren, auch SARS-CoV-2, vermehren sich zu Beginn vor allem in Nase und Nasenrachen. Hierzu gibt es jedoch keine Evidenz. Eine CoVid-19-Infektion kann die Nasendusche nicht verhindern, gepflegte Schleimhäute sind jedoch widerstandsfähiger gegen Erkältungskeime.
  • Pneumokokkenschutzimpfung (Spritze gegen bakterielle Lungenentzündung): aktuell bestehen Lieferengpässe, laut Paul-Ehrlich-Institut soll der Impfstoff aber ab Anfang Mai wieder lieferbar sein. Patienten > 70 Jahre und mit pulmologischen Vorerkrankungen sollten dann bevorzugt geimpft werden!
  • Grippeschutzimpfung. Auch wenn die Influenza langsam abebbt, sollte man sie noch mitnehmen und im Herbst auffrischen, um dann von jetzt an und vor allem nächsten Herbst einen ganz besonders guten Influenzaschutz in der dann kommenden, gleichzeitigen Influenza- und SARS-II-Infektionswelle nächstes Jahr um diese Zeit zu haben.
  • Sich richtig informieren! Vorsicht vor Falschinformationen aus dem Internet. Objektiv bleiben! Betrachten Sie die Situation differenziert.
  • Handelsübliche Mundschutzmasken helfen nach derzeitigem Stand nicht hinreichend vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus. Die Empfehlungen zur Anwendung eines Mund-Nasen-Schutz ändern sich ständig. Bis zu einem Beweis des Gegenteils empfehle ich jedoch das Tragen eines Tuches oder eines selbstgenähten Mund-Nase-Schutzes z.B. beim Einkaufen etc., da eine Infektion auch immer abhängig ist von der Virusmenge und jegliche Barriere einen Schutz darstellen kann. Professionelle MNS-Masken, wie sie in der Patientenversorgung verwendet werden, sollten weiterhin dem medizinischen Personal zu Verfügung stehen! Im Internet gibt es zahlreiche Anleitungen zum Selbstbau, z.B. aus Staubsaugerbeuteln. Wichtig: die Masken schützen vor allem andere – Herdenschutz! Daher sollten möglichst alle eine Maske tragen. Und: die anderen Hygieneregeln wegen einer Maske nicht ausser Kraft setzen, weiter Abstand wahren! Am besten verhalten sich alle so verantwortungsvoll und vorausschauend, als wenn sie selbst infiziert wären.

© Dr. Ines Weinzierl, Stand 25.03.2020